Überhöhte Inkassokosten Liquida Inkasso?

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4 Antworten

  • Mahnkosten von 20,- € entsprächen 8 (!) oder mehr postalischen Mahnungen seitens des Gläubigers. Hier kannst du auf 5,- € kürzen. Pro Mahnung sind maximal 2,50 € statthaft.
  • Die 54,- € sind auch schwammig bis gar nicht begründet, kannst du ersatzlos streichen. Hier muss genau bezeichnet werden, was sich dahinter vergerbgen soll. Rücklastschriftkosten? Adressermittlung?
  • 1,0 Geschäftsgebühr halte ich für eine simple Forderungssache für bei weitem zu hoch, besonders wenn gar keine Rechtsberatung und individuelle Korrespondenz erstellt wurde. Hier wäre höchstens eine 0,3 Gebühr statthaft (2301 VV RVG).
  • Dementsprechen sänke auch auch die Post- und TK Pauschale auf 3,- € zusammen.
  • Zinsberechnung scheint okay zu sein.

Zahle also dem Gläubiger, nicht dem Inkassobüro folgendes (entsprechend im Verwendungszweck aufführen).

  1.  13,95 € Hauptforderung
  2.  Zinsen hieraus (0,12 €)
  3. Mahngebühren von 5,- €
  4. Rücklastschriftkosten von ebenfalls 5,- €.

Widerspreche gegenüber dem Inkassobüro den Kosten vollumfänglich und untersage die Datenweitergabe an die Schufa.

Vielen Dank für deine ausführliche Antwort und die Zeit, die du dir für
mich genommen hast :) Ich habe weight watchers nun 24,05 Euro überwiesen
mit dem netten Satz, "Nur HF 13,95 plus 10,05 € Verzugskosten"
Zudem gab es ein Fax (und e-mail) an das Inkasso Büro mit dem o.g. Text.

UPDATE:

Das Inkasso Büro hat direkt auf mein Fax (und e-mail) reagiert und mir einen weiteren Zahlungsaufforderungs-Brief geschrieben der heute morgen mit der Post kam :(

Wie soll Ich nun reagieren? Die Füße stillhalten und wirklich nichts tun?

 - (Anwalt, Inkasso)

Hier bei gf gibts viele Empörungsfritzen ;) Da diese Leute i.d.r wenig Ahnung haben bzw durch Halbwissen glänzen kannst Du die Kommentare getrost ignorieren.

Die Mahnkosten sowie die Inkassokosten sind nicht mal ansatzweise durchsetzungsfähig und werden mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit mangels Erfolgsaussichten nicht einggeklagt

20 € Mahnkosten wären 10 bis 15 Mahnbriefe ;)Gerichte anerkennen zwischen 1 und 2 € pro Mahnschreiben
(z.b AG Bad Segeberg Urt. v. 25.11.2011 − 17 C 160/11)
(z.b AG Brandenburg a.d. Havel Urteil vom 25.1.2007 – 190/0631 C )

An Inkassokosten sind theoretisch maximal 18 zu zahlen (15 Inkassokosten plus 3 € Auslagenpauschale)http://www.schuldnerberatung-schickner.de/news/inkassokosten-zulassig-oder-nicht-/

Viele Gerichte streichen auch komplett vor allem dann wenn es sich beim Auftraggeber um ein geschäftserfahrenes Unternehmen handelt (wie weight watchers)

Eins Lastschriftstorno verursacht der Gegenseite Kosten 3,65 €
siehe neustes Urteil :

Landgericht Potsdam, Urt. v. 05.09.2013, Az. 2 O 173/

Ich würde maximal 23 € zweckgebunden an weightwatchers überweisen und im Verwendungszweck des Überweisungsträgers eintragen : "Nur HF 13,95 plus 9,05 € Verzugskosten"

Wie bist Du mental drauf denn das Inkasso wird zwar nicht klagen aber trotzdem weitere böse Briefe schicken

Hier noch einige Gerichturteile

http://rechtsprechung.over-blog.com/2013/12/gerichtsurteile-inkassokosten.html







UPDATE vom 07.07.2017

Ich habe am gestrigen Donnerstag nun ein
Brief von einem Rechtsanwalt erhalten. Dieser droht mir jetzt ganz offen
mit einem Gerichtsverfahren.

Soll Ich wieder nur die Füße
stillhalten? HF + Verzugszinsen hatte Ich ja schon am 13.06.2017 direkt
an Weight Watchers überwiese....

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