Kann man die Ehefrau rauswerfen, nachdem ein Kind das Haus geerbt hat?
Der Vater ist gestorben, die Frau lebt aber noch im Haus, welches das Kind bekommen wird. Es gibt natürlich keinen Mietvertrag oder so, kann man die Frau einfach so rausschmeißen? Da müsste es doch einen Schutz geben, oder? Wahrscheinlich muss sie aber jetzt Miete bezahlen, oder?
Danke
12 Antworten
Welche Regelungen im Testament wurden für die Ehefrau getroffen? Hat sie ein Wohnrecht erhalten?
Auch wenn das Haus an das Kind geht, hat die Ehefrau Anspruch auf den Pflichtteil.
Ihr solltet Euch zusammensetzen und über Eure Wünsche zu sprechen. Nur so ist es möglich, eine Lösung zu finden, die allen Beteiligten gerecht wird. Zumindest sollte man es versuchen.
Giwalato
Dann muss die Stiefmutter ausziehen, wenn das Kind selbst dort einziehen oder das Haus verkaufen will. Oder sie wird Mieter, mit einem regulären Mietvertrag.
Dazu müsste das Haus das alleinige Eigentum des Vaters gewesen sein und das Haus müsste testamentarisch unter Berücksichtigung des Pflichtteils in das alleinige Eigentum des Kindes übergehen.
Erst wenn das vollzogen ist, wäre ein Rauswurf möglich.
Und das Kind müsste voll geschäftsfähig sein.
Das ist alles korrekt, also ist der Rauswurf so einfach? Das ist schon krass
Naja, wenn das Kind das Haus alleine erbt, geht die Mutter ja nicht leer aus.
Der Pflichtteilsanspruch müsste dann anderweitig herausgegeben werden.
Davon kann sich die Mutter problemlos eine neue Bleibe suchen.
Ich versteh die Frage nicht.
Du hast bereits geantwortet, dass sie ebenfalls erbt. (vampire321)
Wenn ihr 50 Prozent des Hauses gehört, wie kann sie dann jemand rauswerfen?
Da müsste sie schon selbst mit einverstanden sein. Evtl. wird sie sich -notfalls gerichtlich- mit weiteren Erben einigen müssen um z.B. jetzt Teilmiete zu zahlen, aber das ist eine andere Sache.
Es gibt ein Testament! Sie kriegt das Haus NICHT aber was anderes, deswegen kein Pflichtanteil. Danke
Dann bleibt nur die Frage, ob sie Miteigentümerin ist oder ob es alleiniges Eigentum des Vaters ist.
Handelt es sich dabei um die Mutter des "Kindes"?
Aber wenn die Ehefrau in dem Haus wohnt kann der Erbe ihr nur kündigen, indem er Eigenbedarf anmeldet. Diesen muss er dann aber auch tatsächlich realisieren.
Dass er dann die ortübliche Miete verlangen kann, ist eine andere Geschichte.
Meistens ist es aber so, dass das Haus ohnehin Mann und Frau gemeinsam gehört. Dann war ja nur ein halbes Haus die "Erbmasse" und davon hat wiederum die Ehefrau die Hälfte geerbt.
die Frau lebt aber noch im Haus, welches das Kind bekommen wird.
Das ist wie geregelt? Über ein Testament geht das nicht, denn der Frau steht ein Pflichtteil zu und wenn das nicht Bestandteil des Testaments ist, ist das Testament ungültig.
Allerdings kann eventuell eine Mietzahlung gefordert werden.
- ist ein Testament natürlich trotzdem gültig, auch wenn es etwaige Pflichtteilsansprüche nicht aufführt. Diese bestehen ja unabhängig davon
- Der Pflichtteil ist ein reiner Geldanspruch! Einen Anteil am Haus bekommt sie dadurch ohnehin nicht
Nein das Testament ist eben so nicht gültig, da es so nicht vollstreckt werden kann.
Natürlich können Erben ausgezahlt werde, solange die auszahlenden Erben dazu in der Lage sind. Es ist eben einfach scwierig soe ein Haus in der Mitte durchzusägen.
Natürlich kann es das! Alle im Testament genannten Erben bekommen das, was ihnen jeweils zugedacht wurde. Die Ehefrau kann dann ihren Pflichtteil (ein reiner Anspruch auf Geld, nicht auf einen Anteil an Haus) gegen die Erben geltend machen
Kein Wohnrecht, Pflichtanteil ist erfüllt.