Als Hobbykünstler seine Bilder verkaufen - Kleingewerbe oder Freiberufler, wo anmelden?
Ich zeichne und male gerne, das ist mein Hobby...Habe schon mehrere Anfragen auf meine "Künste" und würde gerne einige Arbeiten verkaufen, als auch neue Bilder auf Auftrag herstellen. Darf man ja wahrscheinlich nicht einfach so anbieten, da dachte ich an ein Kleingewerbe. Im Netzt steht allerdings, dass Künstler unter Freiberufler fallen würden.
Ich möchte kein Heidengeld damit machen, nur als schöne Nebentätigkeit nebenher laufen lassen und soviel Geld damit verdienen wie ich möchte :-) Gerne auch Online präsentieren bei diversen Plattformen wie z.B. Dawanda oder facebook oder Kleinanzeigen...
Kann mir Bitte jemand weiterhelfen?
4 Antworten
Wenn du deine eigenen Bilder verkaufst, ist es kein Gewerbe, sondern eine freiberufliche künstlerische Tätigkeit - ohne Gewerbeschein.
Bei der Einkommensteuererhebung ist das Finanzamt großzügig:
"Folgende Kriterien sind Indizien für eine von Liebhaberei getragenen Tätigkeit:
es handelt sich um ein Hobby,
der Lebensunterhalt oder die resultierenden Verluste werden mit anderen Einkünften finanziert oder ausgeglichen ..."
Dies und mehr unter: http://de.wikipedia.org/wiki/Liebhaberei
Erst ab einem gewissen Einkommen müsstest du anmelden, dieser Betrag ist aber sehr hoch (ich glaube 700€ im Monat?) also wird dich das nicht betreffen. Ich zeichne selbst seit ein paar Jahren Aufträge und hatte noch nie Schwierigkeiten. (Mein Freund ist Finanzprüfer und sagte mir, dass ich mir da keine sorgen machen müsse)
Ein Künstler arbeitet ja nicht in festen Zeiten, wenn die Inspiration kommt wird drauf losgemalt. Das heisst ich würde es an Deiner Stelle freiberuflich machen. Als Gewerbe kannst Du da keinen großen Erfolg erzielen und fühlst Dich auch mehr unter Druck gesetzt. Du hast dann die Pflicht bzw. den Zwang, etwas zu malen um was zu verdienen. Nicht sinngemäß wenn Du mich fragst.
Schönes Wochenende! :-)
Mach dir erst einmal gedanken, wieviel du im Jahr an Geld umsetzen willst. dann würde ich einen Steuerberater fragen, was besser ist.