medizinischer dienst will eine arbeitsplatzbeschreibung. was geschieht jetzt?
bin seit Jahren aufgrund einer Erkrankung teilberentet und arbeite halbtags. Habe in den letzten Jahren längere Fehlzeiten, Klinikaufenthalte und Reha gemacht. Jetzt bin ich wieder arbeitsunfähig und der MDK will eine Arbeitsplatzbeschreibung. Hat jmd eine Ahnung was jetzt auf mich zukommen kann. Ich habe bisher immer versucht eine volle Erwerbsunfähigkeit zu vermeiden. Können die mich in Rente zwingen? Oder zweifeln die etwa an, dass ich krank bin? wie läuft das jetzt ab, beurteilen die nach aktenlage(welche unterlagen stehen denen zur Verfügung) oder laden die mich persönlich ein? Was habt ihr für Erfahrungen gemacht?
2 Antworten
kann ich dir nur aus sicht eines arbeitgebers beantworten: wir haben des öfteren eine arbeitsplatzbeschreibung an den mdk schicken müssen. dieser prüft, ob die beschriebenen tätigkeiten dein krankheitsbild womöglich verschlechtern können. manchmal kam sogar ein mitarbeiter des mdk und hat sich den arbeitsplatz vor ort angeschaut. einem mitarbeiter wurde nach begehung des arbeitsplatzes eine umschulung angeboten, da er die tätigkeit nicht mehr ausführen konnte. denke das wird individuell entschieden.
Für die Arbeitsplatzbeschreibung ist Dein Chef bzw. in großen Firmen die Personalabteilung zuständig. D. h.: Ausstattung des Arbeitsplatzes (norm-, körpergrößengerecht etc.) Wenn der MdK das will, soll er sich gefälligst selbst darum kümmern. Solche Anforderungen/Anfragen bei Arbeitgebern können mit Kosten verbunden sein.
In Rente zwingen? Normalerweise gesetzlich nicht, aber das Leben schreibt andere Gesetze...
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