Autohändler hat bei Informationen gelogen, bzw. verschwiegen
Hey, ich habe gestern schon eine ähnliche Frage gestellt. Ich habe beim Händler ein Auto gekauft und der Verkäufer meinte es sei die erste Hand. Im Online-Inserat habe ich später gesehen, dass dort stand: Fahrzeughalter: 3, bin heute hin und habe ihn darauf angesprochen. Er hat mir den Fahrzeugbrief gezeigt. 2 Personen sind eingetragen. Eine Frau von 2004 und ab März 2014 ein Mann.
Der Händler meinte dann, dass die beiden eine eingetragene Lebensgemeinschaft hatten und sich getrennt haben, daher ist nun der Mann eingetragen.
Doch ich habe erfahren, dass der Mann die Frau gar nicht kennt. Nichts da Lebensgemeinschaft. Die Frau hat den Wagen an BMW verkauft, der Mann hat ihn im März 2014 bei BMW gekauft und ihn dann wieder an BMW verkauft, sodass ich ihn nun gekauft habe.
Da muss doch irgendwas nicht stimmen, gerade wenn der Verkäufer es verschweigt. Der Wagen soll in 10 Jahren nur 22.000km gemacht haben. Außerdem steht im Schein von 2013 als Farbe "lila", im Brief der Erstzulassung aber grau. Im Inserat von heute steht Titansilber, wie kann das sein? Kann ich etwas gegen diese Lügen des Verkäufers Unternehmen? Mir ist ein wenig das Interesse am Auto vergangen, bei solch einem Start.
7 Antworten
Fahr zum TÜV oder zur Dekra, stell das Auto dort vor und lass Dir ein Gutachten erstellen. Die Gutachter können Dir genau sagen, ob das Auto wirklich erst so wenig km runter hat oder ob da "gedreht" worden ist!
Und es gibt auch die Möglichkeit, zu einem seriösen!!! BMW-Händler zu gehen und anhand der Fahrgestellnummer des Autos prüfen zu lassen, ob die "Papiere", die DU bekommen hast, zu dem Auto gehören bzw. passen. Wenn das Auto an BMW verkauft worden ist, dann gibt es da auch Unterlagen dazu in der BMW-Datenbank! Evtl. kannst Du sogar das bei BMW in München direkt erfragen (kostet vieleicht was).
Ich würde mit dem ganzen Mist zu einem Anwalt gehen, den Vertrag prüfen lassen und versuchen, mit ihm aus dem Vertrag raus zu kommen. Du hast doch auch ein Rücktrittsrecht von dem Vertrag.
Ob Du wegen der reinen Anzahl der Halter allein den Vertrag anfechten kannst, weiß ich nicht - dafür spricht, dass das durchaus wertbeeinflussend ist.
Die Widersprüche bei den Farbangaben könnten auf einen Unfallschaden hindeuten - oder darauf, dass hier ein nicht zu den Unterlagen passendes Auto verkauft wurde.
Du solltest allerdings dringend beide eingetragenen Eigentümer anrufen und Dich nach Unfallschäden und Laufleistung erkundigen - insbesondere die erste Eigentümerin, ob sie die Laufleistung bestätigen kann.
Deutliche Falschangaben zu Unfallfreiheit und Laufleistung sind Dinge, bei denen eine Anfechtung wegen arglistiger Täuschung ohne Probleme geht: dann brauchst Du den Händler nur zu fragen, ob er das ohne Anwalt macht oder ob er es richtig teuer haben möchte.
Viel Glück!
Sollte sich Dein Verdacht bestätigen, so hast Du natürlich ein Recht auf Wandlung des Kaufvertrages. M.E. nach wirst Du jedoch ohne den Klageweg zu beschreiten hier nicht weiter kommen. Vlt. können weiterführende Gespräche mit den Vorbesitzern Licht ins Dunkel bringen. Solltest Du Dich für den gerichtlichen Weg entscheiden, kann es nicht zu Deinem Schaden sein, wenn Du entsprechende Vorarbeit leistest. Sollte das Autohaus den Rechtsstreit verlieren, hat es natürlich auch die Prozesskosten zu tragen. Vlt. hast Du ja eine Rechtsschutzversicherung, so dass Deine Anwalts- u. Gutachterkosten abgedeckt sind.
Hast du das Auto gekauft?
Dann suche dir einen Sachverständigen vom TÜV und lass ein Gutachten machen. Anzeige gegen den Händler wegen Betrug. Mit all deinen Beweisen hast du gute Karten. Aber viel bringen wird dir das nicht!
Das meine ich mit nicht viel bringen....das Auto ist dann weg...und der Händler macht lustig weiter!
Besser wäre es, dass wirklich durchzuziehen, damit ihm das Handwerk gelegt wird und er nicht noch mehr übers Ohr hauen kann....
Da bin ich abgeklärter - macht einer von denen dicht, eröffnet ein anderer drei Häuser weiter. Manchmal ist es auch derselbe mit einer neuen Firma.
Ziel des Fragenden sollte sein, sein Geld möglichst schnell aus dem Schlund dieses Typen zurückzuholen - nicht für eine bessere Welt für spätere Autokäufergenerationen zu sorgen.
Mit einer Betrugsanzeige könnte er sich da sogar ein Eigentor schießen, denn ein flüchtiger Händler zahlt sicher nicht...
wenn man von händlern kaufen will muss man wissen, dass sie tricksen
Da wäre ich mir nicht so sicher.
Ich würde eher versuchen, mit einer Drohung der Betrugsanzeige den Kauf still und leise rückabzuwickeln...