Mitbewohnerin ignoriert Absprachen und hat Zwangsstörungen, was soll ich tun?
Ich habe ein Problem mit meiner Mitbewohnerin.Ausgangssituation:Meine Mitbewohnerin wohnt erst seit einem Monat bei mir (2-Mann-WG, Wohnung ist mein Eigentum?Sie hat einen chronischen Putzzwang und muss jeden Tag saugen, putzen und aufräumen.In unserer WG leben auch zwei Katzen, dies wusste sie auch vorher.Sie stellt mich als dreckig da, weil ich nicht den Drang verspüre, jeden Tag den Putzteufel zu spielen.Außerdem lässt sie permanent überall das Licht brennen, die Klospülung laufen und die Türen auf (Kälte zieht vom Flur in die Wohnung).Ich habe ihr das schon mehrfach gesagt, aber das ignoriert sie.Sie ist auch im Schichtdienst und ist mega laut morgens, so dass ich immer ab 04:30h wach bin, obwohl mein Wecker erst um 06:45h klingelt.
Ich habe auch ein Blatt mit WG-Regeln erstellt und sie gebeten, dass wir uns mal zusammensetzen und darüber reden, aber sie erschien einfach nicht zum Gespräch und auf die Regeln hat sie auch nicht reagiert und ignoriert sie weiter.
Sie hat mir auch innerhalb von 2 Wochen fast 2mal die Bude abgefakelt, weil sie die Kerzen nachts anlies und ein Kunststoff-Brettchen auf die heiße Herdplatte gestellt hat.
Sie sagt halt auch immer, sie hält sich an die Absprachen und wenn ich dann mal nicht da bin, macht sie trotzdem was sie will.
Sie dekoriert einfach alles um ohne mit mir zu reden und macht auch einfach meine Wäsche, obwohl ich ihr gesagt habe, dass sie das gefälligst lassen soll.
Ich bin mittlerweile so weit, dass ich ihr kündigen werde.Da es meine Eigentumswohnung ist, kann ich sie bis zum 15ten zum Ende des aktuellen Monats kündigen.Ich habe aber mega Gewissensbisse deswegen, weil ich sie ja auch nicht auf die Straße setzen will.
Was würdet ihr machen?
6 Antworten
Feste Frist setzen - Regeln definitiv einhalten, ansonsten bis xxxx Rauswurf.
Natürlich mit entsprechend langer Frist, dass sie sich was Neues suchen kann und nicht von Heute auf Morgen auf der Straße steht.
Ist wohl die letzte Möglichkeit. Bis dahin behalte sie, wo immer das möglich ist, im Auge, nicht dass sie es aus Boshaftigkeit mehr als riskiert, etwas Zerstörerisches herbeizuführen.
Jemand der eine tatsächliche psychische Störung hat, ist sowieso nicht normal zu behandeln. Langfristig würde ich doch sehen, sie wieder loszuwerden, oder sie dazu zu überreden, eine Therapie zu machen.
Und das sind keine Zustände. Kündige ihr so schnell wie möglich, auch bis 31.01..
Am besten, du weihst noch jemanden (Zeugen) ein über dieses Problem.
Danke fürs Sternchen und ich drücke dir die Daumen, dass Alles gut geht und du mit einer evtlen nächsten Mitbewohnerin mehr Glück hast.
Zwangsstörungen sind leider kein Spaß, sie braucht dringend eine Therapie .Am besten eine Verhaltenstherapie.
Vielelicht kannst du sie auch vor die Wahl stellen Therapie ( direkt stationär , hiuer leigt ja bereits gefährdendes verhalten vor ) oder Auszug. Dann hat sie selber die Möglichkeit zu entscheiden, Du hast ihr Angebote gemacht und was sie daraus macht ist ihre Entscheidung,das kannst du ja nix für.
Ich würde zumindest versuchen zu schauen das sie erst einmal nciht alleine in der Wohnung ist, ansonsten wirklich kündigen.
Ja das Problem ist ja, dass ich arbeiten gehe.
Sie ist zwangsläufig alleine. Ich denke ihr eine Therapie vorzuschlagen ist ein zu großer Eingriff in ihre Privatsphäre.
Für mich steht definitiv fest, dass wir nicht kompartibel sind.
Ich brauche zwar echt die Kohle aber ich such mir lieber noch nen Nebenjob, als dass das so weitergeht.
Da sind ja noch jede Menge andere Sachen vorgefallen... Die, die ich hier jetzt genannt hatte waren ja nur die "besonderen Glanzleistungen"
Gut, das konnten wir nicht wissen, wir wissen natürlich auch nciht wie eng ihr miteinander verbunden seid.
Dann solltest du dich zu deiner Sicherheit wirklich von ihr trennen.
Ich könnte mir vorstellen, dass ihre Seite der Medaille ganz anders aussieht.
Das scheint mir aber für Dich irrelevant zu sein. Auch, ob sie nun wirklich eine Störung hat oder nicht. Denn aus Deinem Text wird klar: Du vertraust ihr nicht und das Verhältnis ist für Dich gestört. Du kannst sie nicht verändern. Also kannst Du Dir jetzt überlegen, ob Du daran glaubst, dass sich für Dich daran etwas ändert oder Du die Konsequenzen daraus ziehst.
Ja das Vertrauen ist hin.
Zumal mich des Öfteren schon angelogen hat und sich nicht an Absprachen hält.
Sie sagt sie tut es und macht es doch nicht.
Bin jetzt schon 2x unverhofft abends noch heim gekommen und haben dann gesehen, dass es doch macht, z. B. nach 22h noch die Waschmaschine anstellen.
Ich fühle mich halt verarscht, so nach dem Motto "Die ist nicht da und merkt das nicht".
Abgesehen von der Kündigungsfrist steht im Mietvertag auch der
Hinweis auf die Hausordnung. Und die Hausordnung beinhaltet unter
anderem auch die gesetzlichen Ruhezeiten.
Der Hinweis auf die Einhaltung dieser Ruhezeiten genügt schon.
Bei Nichtbeachtung kann auch eine fristlose Kündigung erfolgen.
Siehe hierzu auch das Thema "fristlose Kündigung bei Ruhestörung"
Wenn Gespräche nichts bringen, dann würde ich sie auch rauswerfen! Die Wohnung gehört dir.
Ja das definitiv, ich weiß nur nicht ob ich so "herzlos" sein soll und sie zum 31.01. oder später rauswerfen soll.
Gib ihr 3 Monate Zeit. Sie muss ja erst eine andere Wohnung finden. Außerdem gibt es gesetzliche Regelungen, wenn sie einen Mietvertrag hat. Da steht die Kündigungsfrist drin, wenn es ein unbefristeter Vertrag war.
Dadurch, dass ich Vermieter im gleichen Wohnraum bin muss ich mich nicht an die 3 Monate halten.
Kann ihr bis zum 15ten zum Ende des gleichen Monats kündigen.
Das heisst wenn ich bis Freitag kündige kann ich sie zum 31.01. raus haben.
Kündige ihr doch zum 15.02.
Das ist ne ganze Menge Zeit um ein WG Zimmer zu finden. Wenn sie dann wirklich nix hat, was Du ja merken wirst, kannst Du ja immer noch erweitern.
So, also für heute war ja eigentlich das Gespräch geplant.
Sie teilte mir dann via Whats App mit, dass sie nicht kommen wird und wenn sie keinen Bock oder keine Zeit hat mit mir zu reden hätte ich das zu akzeptieren.
Sie bombadierte mich dann seit heute morgen um halb 6 mit Nachrichten.
Sie teilte mir mit, dass ich sie mit der Kündigung erpressen würde und bevor ich irgendwelche Forderungen (Regeln) aufstelle, ich erstmal was zu geben hätte > erst geben dann nehmen.
Sie sagte auch, dass wenn sie mal was nicht so macht wie abgesprochen so what.
Wäre ihr egal.
Angeblich will sie heute Abend spät mit mir reden, aber auch nur wenn sie sich nicht zu gestresst fühlt.
Sie sagte auch, ich würde mich auch nicht an Absprachen halten.
Als Beispiel nannte sie meinen Freund.
Er war vorletzte Woche eine Woche da weil er Magen-Darm in seiner WG hatte.
Um ihren Wunsch nach mehr Ruhe zu respektieren, war er die ganze letzte Woche nicht da und ich war auch seit Sonntag in seiner WG.
Das ist einfach alles so unverschämt von ihr.
Sie hält mir jetzt auch vor, dass sie andauernd putzt und ich nichts mache.
Fakt ist, dass sie mich wegschickt zum putzen.
Ich sage ihr immer wieder, sie soll nicht alles alleine machen, ich will auch was machen. Und jetzt hält sie mir das vor.
Ich habe mir jetzt überlegt, da ich auch nicht unfair sein will, dass ich ihr zum 29.02. kündige.
Ja ich habe mittlerweile echt Angst um mein Zuhause und mache mir auf der Arbeit dauernd Gedanken, ob sie mir nicht grade wieder was auf den heißen Herd legt und das Haus anzündet.