Welche Gutachten sind für die Straßenzulassung nötig bei einem selbstgebauten Elektrofahrzeug?
Ich möchte selbst ein Elektrofahrzeug konstruieren, welches im Endeffekt auch eine Straßenzulassung bekommen soll. An welche Normen muss ich mich halten, welche Gutachten müssen erstellt werden und wieviel kosten diese? Es soll eine Art Elektrobuggy werden, den ich als Moped anmelden möchte (sprich, Versicherungskennzeichen)
3 Antworten
Kurz gesagt: 2007/46/EG
Das ist die Rahmentichlinie die Du erfüllen musst, wenn es sich um einen Pkw handelt.
In Anhang IV findest Du dort die Einzelrechtsakte, die Du erfüllen und nachweisen musst.
Unterschieden wird aber im Endeffekt nochmal in der geplanten Stückzahl.
So sind die Anforderungen an eine Grossserie deutlich höher, als eine Kleinserie bis 100 Stück oder ein Einzelstück.
Ein einzelnes Fahrzeug wird gem. Par. 13 EG-FGV in Verkehr gebracht. Wobei hier nach wie vor die 2007/46/EG der Maßstab ist.
Eine der wichtigsten Vorschriften sollte hier wohl die Straßenverkehrs-zulassungsordnung sein.
und das ohne faulen Tricks :-)
Na ja, das Abgas produziert dann das Braunkohlekraftwerk, aus welchem der Strom stammt .....
Das wird bestimmt nicht billig. Um eine Betriebserlaubnis zu bekommen sind allerlei Prüfungen und Gutachten nötig. Werkstoffprüfungen und damit verbundenenLangzeittests ist nur ein Beispiel. Bei den Anbauteilen, die du von anderen Fahrzeugen übernehmen kannst wird es einfacher. Aber das Fahrgestell und die Sicherheit der gesamten Elektrik usw, Da reicht ein 5-stelliger Betrag wahrscheinlich nicht.
Du bräuchtest einen Sponsor :-)
Nun ja, die Sachen, die ich bisher gelesen habe, sagten, dass Langzeittests nur bei Serienproduktionen nötig sind und bei Eigenbau vieles wegfällt
das ist richtig. Ich weiss von jemanden, der sich ein Spezialfahrwerk für sein Motorrad gebaut hat. Da hat der Tüv sich auch auf die optische Abnahme des Rahmens und einer Probefahrt zufrieden gegeben. Derjenige ist aber ein begnadeter Mechaniker.
Es darf nichts "zusammengeschustert" aussehen. Und ich möchte dir auch nicht den Mut nehmen.
das größte problem sind die festigkeitsgutachten. das heißt du musst die teile in 3 facher ausfertigung in ein prüfunternehmen schicken ( normalerweise der tüv) dort werden diese dann auf festigkeit geprügt ( das heißt sie werden zerstört) und dann bekommst und mit viel glück ein gutachten( wenn die normen der festigkeit gegeben sind).
Ja, das ist natürlich der Klassiker, immerhin kann ich die Abgasvorschriften ignorieren ^^