Muss man Praktikanten einarbeiten?

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Im Rahmen des Direktionsrecht ist es sehr wahrscheinlich, dass dein Arbeitgeber dir das vorschreiben darf, ja. Streich also den Gedanken, OB du es MUSST, aus deinem Kopf. Geh stattdessen zu dem Gedanken über, WIE du es gestalten KANNST, damit die 25-30 Wochenstunden Arbeitszeit als Ressource für dich optimal genutzt werden können!

Geh also deinen Aufgabenbereich mal gedanklich intensiv und kleinteilig durch. Welche Aufgaben sind einfache Routineaufgaben, die man ohne Vorwissen oder eine Ausbildung in diesem Bereich erledigen kann? Denk dabei auch an Teilaufgaben, Zwischenschritte sowie vor- und nachbereitende Tätigkeiten, die dir zwar relativ schnell und leicht von der Hand gehen, aber eben trotzdem Zeit kosten - auch wenn es nur 1-2 Minuten sind! Diese Aufgaben notierst du dir - denn das sind die, die du an die Praktikant*innen leicht abgeben kannst!

Im zweiten Schritt überlegst du dir, in welcher Reihenfolge und auf welche Art du den Praktis diese Aufgaben erklären kannst. Was können sie sofort ab dem ersten Tag erledigen? Wofür brauchen sie bereits Einblicke in die unternehmensinternen Abläufe? Auf was müssen sie dabei besonders achten, damit keine Fehler passieren, wie können sie also ihre Arbeit selbst kontrollieren? Auch das schreibst du auf - und hast somit einen Einarbeitungsplan zur Hand, den du bei jedem neuen Prakti wieder herausholen und mit diesem abarbeiten kannst.

An deine Vorgesetzten kannst du dann auch gut kommunizieren, wie viel Einarbeitungszeit es dich kostet, wenn ein neuer Prakti anfängt, bis dieser (im Durchschnitt) so fit ist, dass dort wirklich was geschafft wird. Auf diese Weise lieferst du den höheren Ebenen eine Entscheidungsgrundlage, welche Mindestdauer bei einem Praktikum Sinn ergibt - und bei welcher Dauer man besser absagt, weil es eben nur Mehrarbeit ohne Nutzen bedeutet.

Zudem kannst du diese Situation auch durchaus dafür nutzen, für dich eine Weiterbildung mit deinen Vorgesetzten auszuhandeln! Beispielsweise kannst du dort vorschlagen, dass man dir den Kurs und die Prüfung für den Ausbilderschein bezahlt, damit du für diese Aufgabe ein Grundwissen in Arbeitspädagogik bekommst und sie somit umso besser erledigen kannst.

Muss ich rechtlich gesehen Praktikanten einarbeiten oder nicht?

Wenn dies nach Meinung Deiner Vorgesetzten zu Deinen Aufgaben gehören soll - dann ja. Und wenn die Geschäftsleitung der Auffassung ist / "anordnet", dass Dich ein Praktikant während Urlaub bzw. Erkrankung vertreten soll - dann wirst Du auch das hinnehmen müssen - deren Verantwortung.

Wen dein Chef dich dazu aufordert musst du das leider tun!

Aber mal Ehrlich warum nimmt man keinen Langzeitarbeitslosen der bringt im ersten jahr 80 % und im 2ten Jahr 50 % Seines lohntes mit ! Oder Man nimmt einem Umschüler und bildet den aus auf 2 jahren und muss den Nichtmal bezahlen!

Ich würde mir keine sorgen machen wen du mal krank bist das ist alles das Problem deiner Firma nicht deines! Aber da du das immer machen sollst weil sie sonst keinen einstellen würde ich anders vorgehen und mal nach mehr lohn fragen da deine Arbeit sich so ja dauerhaft vermehrt wen du alle paar Monate neue Anlernen musst den du musst ja das So machen das du deine Arbeit schaffst!

Keiner der umsonst arbeitet wird sich das auf dauer gefalen lassen und irgentwan spricht sich die Nummer mit den Praktikanten rum und es werden keine mehr kommen!

Welchen Sinn macht es für die Firma Praktikantinnen und Praktikanten einzusetzen ohne Einarbeitung? Woher wissen die wie sie etwas machen sollen?

Wenn es da nicht um einfachste Tätigkeiten (Kopieren, Excel-Tabellen usw.) geht macht das keinen Sinn.