Ist das Arbeitszeugnis ok?

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Das ist eine 3+.

Entsprechend funktioniert der klassische Notencode im Zeugnisdeutsch nach dieser Formel: Er/Sie erfüllte seine/ihre Aufgaben…

  • Note 1: …stets zur vollsten Zufriedenheit.
  • Note 2: …zur vollsten/stets zur vollen Zufriedenheit.
  • Note 3: …zur vollen Zufriedenheit.
  • Note 4: …zur Zufriedenheit.
  • Note 5: …im Großen und Ganzen zu unserer Zufriedenheit.
  • Note 6: …Er/Sie hat sich bemüht.

Hier eine Abhandlung insgesamt:

https://karrierebibel.de/arbeitszeugnis-formulierungen-bewertung/

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Inhaltlich würde ich das ähnlich wie wfwbinder beurteilen.

Abgesehen davon: Mache dir keinen allzu großen Kopf über das Arbeitszeugnis. Es gibt jede Menge Dinge, die bei der Entscheidung über eine Einstellung viel höher bewertet werden. Arbeitszeugnisse sind inzwischen so extrem positiv verunstaltet, dass man sie kaum noch als Referenz nehmen kann.

Nach meiner Erfahrung wird viel mehr in den Lebenslauf geschaut.

  • Hat der Bewerber schon brauchbare Arbeitserfahrungen? (Berufsanfänger?)
  • Als was hat er in den letzten Jahren gearbeitet? (Passt die Tätigkeit der letzten Jahre zu der angestrebten Stelle? Hat er überhaupt richtig gearbeitet oder hat er sich von einem Hilfsjob oder Praktikum zum nächsten gehangelt?)
  • Hat er oft den AG gewechselt? (Illoyal oder nach kurzer Zeit wieder rausgeschmissen ⇒ man kann sich auf den AN nicht längerfristig verlassen)
  • Hat er oft die Art der Tätigkeit gewechselt? (Jemanden, der mal als Lagerarbeiter, mal als Schreiner, mal als Automechaniker, mal als Kraftfahrer gearbeitet hat, kannst man meistens nicht brauchen.)
  • Gibt es längere nicht plausibel erklärbare Zeiträume zwischen den Tätigkeiten? (Längere Arbeitslosigkeit ohne erkennbare Bemühungen, diese zu beenden? Sonstige unklare Zeiten - vielleicht nicht erwähnte Krankheit, Knast)?)

Die einzelnen Punkte sind alleine in der Regel kein Ausschlusskriterium, fließen aber in die Gesamtbewertung ein und sollten vor allem spätestens im Vorstellungsgespräch erklärt werden können!

Und wenn dann noch Fragen oder Unklarheiten sind, ruft der potentielle neue AG halt mal den alten AG an. Wenn der sich an den MA erinnert und etwas zu dem sagen kann, ist das meistens positiv. Wenn er sich zu dem MA nicht äußern möchte, sagt das eigentlich schon genug.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Das entspricht der Note 1 bis 2.

2 plus meiner Meinung nach.