Polizei (Hamburg) Tattoo nach Ausbildung

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Hallo ForeverInCombat,

bis jetzt ist sogar strittig, ob die Polizei Bewerber nur Aufgrund eine Tattoos ablehnen darf.

Während es ein Urteil gibt, dass die Bundespolizei Bewerber aufgrund eines Tattoos ablehnen dürfen, gibt es aus NRW genau ein gegenteiliges Urteil. Mehr dazu unter folgendem Link.

http://www.bild.de/regional/duesseldorf/tattoo/tattoo-traeger-klagt-sich-bei-polizei-ein-37124812.bild.html

Aber Deine Frage war ja da drauf gerichtet, was passiert, wenn man sich ein Tattoo nach der Ausbildung stechen lassen will.

Hier muss man Unterscheiden.

Direkt nach der Ausbildung hast Du noch nicht den Status eines Beamten auf Lebenszeit. Solange das der Fall ist, könnte ein Tattoo wirklich dazu führen, dass Du kein Beamter auf Lebenszeit wirst, sondern im Gegenteil entlassen wirst.

Bist Du aber erst einmal Beamter auf Lebenszeit (diesen Status erhält man glaube ich anderthalb oder zweieinhalb Jahre nach Ausbildungsende) passiert Garnichts wenn Du Dir ein Tattoo stechen lässt bzw. schlimmstenfalls musst Du Deine Dienstbekleidung so wählen, dass die entsprechenden Stellen durch die Kleidung bedeckt sind.

Schöne Grüße
TheGrow

Die Auflage besteht sowohl für Bewerber als auch EIngestellte.

schwachsinn, mein onkel ist auch polizist und ist tattooviert von oben bis unten und hat auch nasen piercing

Das solltest du dann VORHER mit deinem obersten Vorgesetzten abklären. Wenn es erlaubt wird, kann es sein, dass du die Auflage bekommst, immer langärmlig zu arbeiten oder dauerhaft in den Innendienst versetzt wirst. Es war in Hamburg vor gar nicht so länger Zeit ja sogar die Diskussion, das der Polizeipräsident den Streifenpolizisten im tiefsten Winter keine ohrenbedeckenden Mützen erlaubt hat. Sollen wir da nochmal über sichtbare Tattoos sprechen?

Man kann im Leben nunmal nicht alles haben und auch wenn das die heutige Generation nicht mehr lernt so muss man doch auch mal verzichten können. Wer im öffentlichen Bereich arbeitet und eine Arbeitsstelle anvisiert in der man eine Vorbildfunktion einnimmt muss meines Erachtens nicht mehr darüber diskutiert werden ob man sichtbare Tattoos haben darf. Du kannst Glück haben und angenommen werden und du kannst Pech haben und du verbaust dir damit deinen Berufswunsch. Was du daraus machst obliegt alleinig deiner Eigenverantwortung. Bei der Polizei gibt es Bewerber mehr als genug die auch deren Vorstellungen entsprechen und nicht vorher diskutiert werden muss.